Content - DWIH Tokyo Newsletter 10/2012

Liebe Leserinnen und Leser,

nachdem im Rahmen des Deutsch-Japanischen Symposiums "Altern und Neurodegeneration" in Osaka medizinische und ethische Aspekte des Alterns beleuchtet wurden, tauschten sich am 9. Oktober 2012 in Tokyo deutsche und japanische Altersforscherinnen und -forscher über die Herausforderungen und vor allem auch die Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft, die sich aus der demografischen Entwicklung beider Länder ergeben, aus.

Mit unserem dritten deutschsprachigen Newsletter informieren wir Sie über diese und weitere Aktivitäten des DWIH Tokyo.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DWIH Tokyo-Team

Positives Altern – Japanische und deutsche Experten beraten in Tokyo

Auf Einladung des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses Tokyo (DWIH Tokyo), der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Universität Tokyo befassten sich am 9. Oktober rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen eines deutsch-japanischen Symposiums in Tokyo mit den Herausforderungen und Chancen für Gesellschaften des langen Lebens.

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„Im Altern der Bevölkerung steckt Fortschrittspotential“: Interview mit Professor Ursula M. Staudinger, Vizepräsidentin der Jacobs University Bremen und Vizepräsidentin der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Frau Professor Staudinger, Sie sind Psychologin und beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Altern, insbesondere mit der sogenannten Plastizität des Alterns. Was ist mit Plastizität in diesem Zusammenhang gemeint?

Mit der Plastizität des Alterns meinen wir die Veränderlichkeit menschlicher Entwicklung über die gesamte Lebensspanne bis ins hohe Alter. Eindrucksvoll ist diese Plastizität beispielsweise an der Erhöhung der durchschnittlichen Lebenserwartung während der letzten 100 Jahre und mehr zu veranschaulichen. Aber wir können auch die Entwicklungsverläufe von geistiger Leistungsfähigkeit oder von Persönlichkeitsmerkmalen beeinflussen. Zum Beispiel erhöht sich die geistige Leistungsfähigkeit im Alter, wenn wir unsere Ausdauerfitness erhöhen oder auch in Abhängigkeit von der Abwechslung, die wir im Laufe unseres Berufslebens erlebt haben. Hier ist sowohl der Einzelne als auch die Gesellschaft mit ihren Institutionen gefragt, die Bedingungen zu schaffen, die es erlauben das Entwicklungspotential, das biologisch in uns steckt, zu aktivieren.

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„Die Energiewende ist eine Fundgrube für wissenschaftliche Herausforderungen“ – Im Gespräch mit Professor Klaus Töpfer

Langfristigkeit, Energieeffizienz, ein internationaler Blick: als Umweltminister war Klaus Töpfer einer der Ersten, die sich in Deutschland mit der Energiewende befassten. Als ehemaliger Umweltminister der Bundesrepublik, der 1987 unmittelbar nach Tschernobyl sein Amt angetreten hatte, gehört Klaus Töpfer zu den zentralen Wegbereitern der Energiewende in Deutschland. Bei einem Luncheon-Seminar des DWIH Tokyo brachte er seine Erfahrungen Japan näher.

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Co-Designing Resilient Cities: Sektorübergreifender Expertenworkshop zur Katastrophenvorsorge in Tokyo

Welche Wirkungen Naturkräfte in städtischen Ballungszentren haben können, hat insbesondere Japan in der Vergangenheit schon öfters leidvoll erfahren: Zerstörung kritischer Infrastruktur, Überbeanspruchung der Kapazitäten des Gesundheitssystems und der Wasser- und Energieversorgung, Beeinträchtigung sozial-ökologischer Systeme mit negativen Folgen für Lebensunterhalt und Nahrungsmittelversorgung, Kappung von Verkehrs- und Kommunikationsverbindungen sowie Schwierigkeiten bei der Rettung und Schadensbekämpfung aufgrund dichter Bebauung, um nur einige Problemstellungen zu nennen.

Mit Hilfe von geeigneten Katastrophenschutzstrukturen und adäquaten Vorsorgemaßnahmen kann eine Gesellschaft die Schadensanfälligkeit gegenüber Naturrisiken reduzieren. Aber welche Faktoren spielen hierbei eine Rolle und wie lässt sich die Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit eines Raumes und seiner Bewohner konkret verbessern? Diesen hoch aktuellen und gesamtgesellschaftlich wichtigen Fragestellungen widmete sich am 1. und 2. Oktober 2012 ein internationaler Expertenworkshop in Tokyo, der kooperativ von den Universitäten Tokyo, Kiel, Bonn und Würzburg organisiert und vom DWIH Tokyo unterstützt wurde.

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Eine Veranstaltung mit dem DWIH Tokyo planen

Das DWIH Tokyo lädt deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein, Veranstaltungen in Japan zu planen, die dem Austausch und der Vernetzung zwischen deutschen und japanischen Partnern dienen und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und forschender Wirtschaft in beiden Ländern vertiefen oder neue Kooperationen anstoßen. In begrenztem Umfang können Fördermittel bereit gestellt werden.

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Das DWIH Tokyo auf der „Innovation Japan 2012“

Auch in diesem Jahr war das DWIH Tokyo vom 27. bis 28. September wieder mit einem Stand auf der "Innovation Japan" vertreten. Ziel der Präsentation war es, den dort austellenden Institutionen und Besuchern den German Innovation Award vorzustellen und auf die vom 1. Oktober bis 9. Dezember laufende Ausschreibung aufmerksam zu machen. Zudem informierte das DWIH über sein Serviceangebot und seine Partner.

Bei der "Innovation Japan" handelt es sich um eine zweitägige Technologietransfermesse, auf der japanischen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ihre Forschungsergebnisse präsentieren, um sie gemeinsam mit Partnern aus der Industrie zur Anwendung bringen zu können. Veranstaltet wird sie von der Science and Technology Agency (JST) und New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO) mit Unterstützung der verantwortlichen Ministerien MEXT und METI.

Bekanntmachungen

Das DWIH Tokyo auf der "Renewable Energy 2012 Exhibition"
Das DWIH Tokyo wird auf der "Renewable Energy 2012 Exhibition" vom 5.-7.12.2012 in Chiba über Forschungsschwerpunkte deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Bereich der erneuerbaren Energien informieren. Aus diesem Anlass wird das DWIH Tokyo eine japanischsprachige Ausgabe der Broschüre "Wir erforschen: Energie" der Allianz der Wissenschaftsorganisationen vorstellen.
Falls Sie japanische Experten über Ihre Forschungsprojekte oder Programme in diesem Bereich informieren möchten, sind wir für die Zusendung von Informationsmaterial in englischer Sprache dankbar. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an info@anti-clutterdwih-tokyo.jp


Konferenzbericht des "German-Japanese Symposium on Aging and Neurodegeneration" 
Der Konferenzbericht des im Dezember letzten Jahres in Osaka abgehaltenen deutsch-japanischen Symposiums über Altern und Neurodegeneration ist nun in englischer Sprache erschienen und kann hier in digitaler Form heruntergeladen werden. Auf Wunsch kann der Bericht gerne auch in Printform zur Verfügung gestellt werden. Hierfür senden Sie bitte eine Mail an info@anti-clutterdwih-tokyo.jp.


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