Content - DWIH Tokyo Newsletter 06/2013

Liebe Leserinnen und Leser,

wieder wurden fünf herausragende japanische Forscher mit dem German Innovation Award ausgezeichnet. In diesem Jahr geht der erste Preis an einen Nano-Wissenschaftler der Universität Osaka, mit dem wir über sein Forschungsprojekt zur DNA-Sequenzierung gesprochen haben.

Ebenfalls in den Bereich der  Gesundheitsforschung fällt ein neues Kooperationsprojekt der Max-Planck-Gesellschaft mit der Universität Tokyo, über das wir in dieser Ausgabe berichten.

Wir informieren Sie außerdem über die im Oktober geplanten Deutschen Wissenschaftstage in Kyoto.

Eine angenehme Lektüre wünscht Ihnen

Ihr DWIH Tokyo Team

Fünfter German Innovation Award in Tokyo verliehen

Am 18. Juni wurden fünf japanische Wissenschaftler mit dem Gottfried Wagener Preis 2013, auch bekannt als German Innovation Award, ausgezeichnet. Der Preis wurde zum fünften Mal von zehn global agierenden deutschen Unternehmen vergeben, die in Japan forschen. Im Fokus steht anwendungsorientierte Wissenschaft in den Bereichen Umwelt und Energie, Gesundheit sowie Sicherheit. Für den Preis hatten sich 91 Wissenschaftler aus 39 japanischen Universitäten beworben. Die Preisgelder belaufen sich auf insgesamt 9 Millionen Yen, DAAD und DFG vergeben Stipendien für Forschungsaufenthalte in Deutschland.

mehr

„Ziel unserer Forschung ist die Entwicklung von Technologien für eine maßgeschneiderte Medizin“ - Interview mit Professor Dr. Masateru Taniguchi, Universität Osaka, Gewinner des Gottfried Wagener Preises 2013

Professor Taniguchi, für welches Forschungsprojekt wurden Sie mit dem Gottfried Wagener Preis ausgezeichnet?

Der Forschungserfolg, für den wir ausgezeichnet wurden, ist die Entwicklung eines DNA-Sequenzers, mit dem sich die Basensequenz einer DNA anhand eines einzigen Moleküls bestimmen lässt. Die DNA ist ein wichtiges Biomolekül, die aus vier verschiedenen Basenmolekülen besteht, und die Basensequenz enthält Erbinformationen und Informationen über Krankheiten. Daher besteht die Hoffnung, dass, wenn die Basensequenz der menschlichen DNA schnell und kostengünstig lesbar ist, sich die individuellen Krankheiten eines Menschen rasch diagnostizieren lassen und individuell angepasste Arzneimittel entwickelt werden können.

zum Interview

Max-Planck-Gesellschaft und Universität Tokio gründen Zentrum für Integrative Entzündungsforschung

Entzündungen sind an einer Fülle unterschiedlicher Erkrankungen beteiligt, beispielsweise Infektionen mit Bakterien oder Viren, Krebs, Alzheimer oder Diabetes. Die Erforschung der vielfältigen Entzündungsreaktionen erfordert jedoch die Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaftsdisziplinen. Die Max-Planck-Gesellschaft und die Universität Tokio wollen deshalb ihre Forschung auf dem neuen Forschungsgebiet der Integrativen Infektionsforschung stärken und noch besser miteinander vernetzen. Das am 25. Juni 2013 eröffnete Max Planck - The University of Tokyo Center of Integrative Inflammology soll die Forschungsprojekte der beiden Organisationen bündeln und den Erfahrungsaustausch zwischen den Disziplinen erleichtern.

mehr

Ankündigung: Deutsche Wissenschaftstage in Kyoto

Am 25. und 26. Oktober 2013 veranstaltet das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus Tokyo German Science Days in Kyoto. Im Rahmen eines zweitägigen Veranstaltungsprogramms auf dem Campus der Universität Kyoto präsentieren sich namhafte deutsche Universitäten und Unternehmen sowie die Vertreter der in der Allianz vereinten Wissenschaftsorganisationen. Ziel der Veranstaltung ist es, den deutsch-japanischen Austausch in Lehre und Forschung zu fördern und die Sichtbarkeit des Studien-, Forschungs- und Innovationsstandortes Deutschland in Japan weiter zu steigern.

Partner
Wissenschaftsorganisationen: Alexander von Humboldt-Stiftung, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD), Hochschulrektorenkonferenz, Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft
Hochschulen: Eberhard Karls Universität Tübingen, Freie Universität Berlin, Georg-August-Universität Göttingen, Humboldt-Universität zu Berlin, Karlsruher Institut für Technologie, Philipps-Universität Marburg, Technische Universität Clausthal, Technische Universität Dresden, Technische Universität München, Universität Heidelberg, Universität Stuttgart, Universität zu Köln, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Unternehmen: BASF, Bayer, Bosch Corporation, Continental Automotive Corporation, Evonik Japan Co., Ltd., Merck Ltd., Siemens Japan K.K., Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan

Unterstützung
Deutsche Botschaft Tokyo und Generalkonsulat Osaka-Kobe, Goethe Institut Villa Kamogawa, The Consortium of Universities in Kyoto

mehr

 

Footer