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Japan steigt ins Wettrennen um Mond-Rohstoffe ein

  • 11.01.2017

Eigentlich ist das japanische Weltraum-Programm bescheiden. Trotzdem greift nun auch Japan nach Mond-Rohstoffen. Dabei sollen Mikro-Roboter helfen.

Erschließung von Mond-Wasser

Die japanische Weltraumagentur JAXA und das private Unternehmen ispace technologies wollen gemeinsam eine "Industrie für die Erschließung, den Transport und die Nutzung von Rohstoffen auf dem Mond" aufbauen. Dabei geht es vor allem um die Produktion von Sauerstoff und Wasserstoff aus Wasser auf dem Mond. ispace technologies entwickelt hierfür ein Mikro-Fahrzeug.Die Erschließung von Rohstoffen außerhalb der Erde soll interplanetare und später interstellare Weltraummissionen ermöglichen. Sauerstoff und Wasserstoff sind potenzielle Brennstoffe für solche Weltallreisen. Bisher müssen die Brennstoffe von der Erde mitgenommen werden. Das erhöht jedoch das Gewicht der Raketen und damit die Startkosten. Auf dem Mond soll es sechs Millionen Tonnen Wasser geben.

Teilnahme an Google-Wettbewerb

JAXA arbeitet schon länger mit privaten Unternehmen zusammen, um trotz kleines Budgets viele Weltraummissionen durchführen zu können. In den vergangenen Jahren wurden viele Startups in diesem Bereich gegründet, weil sich dafür erstaunlich leicht japanisches Risikokapital gewinnen lässt. ispace technologies ist das Unternehmen hinter dem Team Hakuto.Dabei handelt sich um eine japanische Anstrengung, den 30 Millionen Dollar schweren Lunar XPrize von Google zu gewinnen. Die Aufgabe des Wettbewerbs: Bis Ende 2017 eine Sonde auf dem Mond zu landen, sie 500 Meter weit zu bewegen und hochaufgelöste Fotos und Videos zur Erde zu senden. 16 Teams weltweit nehmen an dem Wettbewerb teil. Hakuto hat schon einen Teil-Preis gewonnen und gilt als eines der führenden Teams.

Quelle: JAPANMARKT

 

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