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Kleinste Rakete der Welt für Mini-Satelliten

  • 28.11.2016

Japans Weltraumforscher sind bekannt für ihre verspielten und extravaganten Ideen. Jetzt will man im Frühjahr die kleinste Weltraumrakete der Welt starten.

Erste Nano-Startrakete

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo wird die Rakete ungefähr die Größe eines Telefonmasten haben. Damit will man Ende März vom Weltraumbahnhof Uchinoura einen winzigen Satelliten der Universität Tokio ins Weltall befördern.

Die Rakete wird etwa zehn Meter lang sein, einen Durchmesser von 50 Zentimeter haben, nur 2.600 Kilogramm wiegen und eine Nutzlast von bis zu vier Kilogramm befördern.

Der würfelförmige Satellit Tricom1 der Universität Tokio wird eine Kantenlänge von 10 Zentimetern haben - ungefähr so groß wie ein halber Brotlaib - und etwa drei Kilogramm wiegen. An zwei Seiten sind Kameras für Erdaufnahmen angebracht.

Mini-Satelliten-Würfel

Die Rakete vom Typ SS-520-4 hat drei Stufen und wurde auf der Basis der zweistufigen SS-520 entwickelt. Die Ausgangsrakete kann bis zu 140 Kilogramm Nutzlast auf 800 Kilometer Höhe befördern.

Die SS-520-4 soll Satelliten auf eine Umlaufbahn von 180 mal 1.500 Kilometer bringen. Der Tricom1 soll etwa einen Monat arbeiten, bevor er an Höhe verliert und beim Eintritt in die Atmosphäre verglüht.

Die Idee der Weltraumbehörde JAXA ist es, mit der Mini-Rakete das Starten von Nutzlasten für private Unternehmen zu vereinfachen.

Quelle: JAPANMARKT

Foto: Vorgänger-Satellit XI-V von Tricom1 (Universität Tokio)

 

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