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Deutsch-japanische Kooperation bei Industrie 4.0

  • 10.05.2016

“Industrie 4.0” war in diesem Jahr das Thema beim deutsch-japanischen Wirtschaftsforum auf der Hannover Messe. Auf der Veranstaltung mit 400 Fachbesuchern wurde überraschend eine engere Kooperation zwischen beiden Ländern bei der Digitalisierung der Produktion angekündigt.

Foto: ECOS Consult

Memorandum of Understanding

Nur einen Tag später unterzeichneten der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Matthias Machnig, und der Vizeminister des Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI), Takayuki Ueda, in Tokio ein Memorandum of Understanding über eine engere Zusammenarbeit beim Thema Industrie 4.0. Schwerpunkte sind der Austausch im Bereich Standards, Datensicherheit und Zusammenarbeit mittelständischer Unternehmen.

Staatssekretär Machnig betonte die Wichtigkeit internationaler Kooperationen, denn industrielle Wertschöpfungsketten würden nicht an nationalen Grenzen enden. Die jeweiligen Initiativen beider Länder, die deutsche "Plattform Industrie 4.0" und die "Robot Revolution Initiative" auf japanischer Seite, würden im Bereich globaler Standards einen wichtigen Beitrag leisten, so der Staatssekretär.

Von Kaizen zum Internet der Dinge


Die digitale Welt verschmilzt immer mehr mit der physischen Welt. Entscheidende Fragen, wie gemeinsame Standards oder auch Datensicherheit können nur grenzüberschreitend gelöst werden. Die Entwicklungen unter dem in Deutschland geprägten Schlagwort "Industrie 4.0" werden auch in Japan aufmerksam verfolgt. Das erklärt den Rekord von 400 Besuchern auf Deutsch-Japanische Wirtschaftsforum auf der Hannover Messe, das bereits zum zehnten Mal stattfand.

Deutlich wurde in den Beiträgen und Diskussionen: die Digitalisierung und globale Vernetzung der Wirtschaft ist seit dem vergangenen Jahr in beiden Ländern ein gutes Stück vorangekommen. Entscheidende Fragen wie gemeinsame Standards oder auch Datensicherheit können nur grenzüberschreitend gelöst werden. Zu klären bleibt auch, wie die in den Unternehmensbeiträgen vorgestellten Ansätze aus dem japanischen "Kaizen" mit der deutschen Idee des Internet of Things zusammengeführt und partnerschaftlich weiterentwickelt werden können.

Fazit der abschließenden Podiumsdiskussion: Industrie 4.0 bedeutet nicht, dass der Mensch überflüssig wird. Er qualifiziert sich vielmehr zum "homo digitalis" und "Dirigenten" der zunehmend autonomen und digitalisierten Produktionsprozesse, in dem Maschine und Mensch "Hand in Hand" zusammen arbeiten. Moderator mehrerer Podiumsdiskussionen war Marcus Schürmann, Geschäftsführer der AHK Japan und Delegierter der Deutschen Wirtschaft in Japan. Das Programm der Veranstaltung steht hier.

Deutsch-Japanische Wirtschaftsforum

Das Deutsch-Japanische Wirtschaftsforum auf der Hannover Messe hat sich zu einer wichtigen Plattform für den bilateralen Austausch und zu einem festen Termin im Kalender von hochkarätigen Vertretern deutscher und japanischer Unternehmen und Institutionen entwickelt.

Die 10jährige Jubiläumsausgabe wurde unter der Schirmherrschaft von deutschem und japanischem Wirtschaftsministerium, der Deutschen Messe, der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan und ECOS Consult organisiert und von Siemens, Mitsubishi Electric, PwC, NTT DATA, Ernst&Young, Yaskawa, SEW Eurodrive, Mitsubishi International, ROHM, ANA sowie EPLAN unterstützt.

Kooperationspartner waren die Japan External Trade Organization (JETRO), der Bundesverband der deutschen Industrie e.V. (BDI), der Deutsch-Japanische Wirtschaftskreis e.V. (DJW), die Japanische IHK zu Düsseldorf (JIHK), die Plattform Industrie 4.0 sowie das Land Niedersachsen.

Quelle: Japanmarkt

 

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