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Japanisches Forscherteam entwickelt Bluttestverfahren zur Erkennung von Alzheimer vor Ausbruch der Krankheit

  • 13.11.2014

Eine Gruppe japanischer Wissenschaftler unter der Leitung des Chemienobelpreisträgers Koichi Tanaka von Shimazu Corp. und des National Center for Geriatrics and Gernontology hat Anfang der Woche bekannt gegeben, ein Bluttestverfahren entwickelt zu haben, das ermöglicht Anzeichen der Alzheimer Krankheit aufzuspüren bevor Symptome der Krankheit auftreten.

Foto: Wikipedia

Die Ansammlung von hohen Mengen des Proteins Beta-Amyloid im Gehirn gilt als eine der Ursachen der Krankheit. Mit dem neuen Verfahren können die Forscher auch die Prozesse, welche zu einer erhöhten Ansammlung des Proteins führen sowie die deren genaue Auswirkungen auf kognitive Denkeigenschaften untersuchen. Bisher sind derlei Tests nur durch die Analyse von Rückenmarksflüssigkeit oder mit Hilfe der sogenannten Positronen-Emissions-Tomographie (PET) möglich, die jedoch mit hohem Aufwand und Kosten verbunden sind. Das neu entwickelte Bluttestverfahren des Forschungsteams vom National Center for Geriatrics and Gerontology und Shimadzu Corp. kommt hingegen mit geringen Mengen Blut aus, um eine mögliche erhöhte Proteinansammlung bereits  mit hoher Genauigkeit zu bestimmen. Die Experten hoffen, dass dadurch standardisierte Früherkennungstests für Alzheimer als Teil von allgemeinen Gesundheitschecks realisiert werden. Zudem wird durch das Verfahren das Verständnis über die Entstehung der Krankheit vertieft, was zu der Entwicklung neuer Vorbeugungs- und Behandlungsmethoden und Medikamente beitragen kann.

Pressemitteilung: National Center for Geriatrics and Gerontology

Weitere Informationen: Deutsch-Japanisches Symposium: Altern und Neurodegeneration 2011

 

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