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Drei Japaner gewinnen Physik-Nobelpreis 2014 für ihren Beitrag an der Entwicklung von LEDs

  • 09.10.2014

Das Nobelkomitee gab am 7. Oktober in Stockholm bekannt, dass der Physik-Nobelpreis in diesem Jahr an die drei Japaner Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura geht. Die Wissenschaftler werden für ihre entscheidende Rolle bei der Entwicklung von energieeffizienten Leuchtioden, sogenannten LEDs, geehrt.

Foto: Nagoya University; University of California

Ihre Arbeit an der Entwicklung von blauen Dioden, welche jahrzehntelang als unüberwindbare Hürde galt, machte es möglich in Kombination mit seit längerem bekannten roten und grünen Dioden, LEDs herzustellen, die weißes Licht emittieren. Diese stellen eine enorm energiesparsame Alternative zu herkömmlichen Glühlampen dar, da sie sehr viel weniger Wärme und somit auch Energie erzeugen und abstrahlen.

Heutzutage sind LEDs vor allem in Displays von elektronischen Geräten, wie zum Beispiel Smartphones, Tablets, Laptops oder auch Fernsehern, weit verbreitet. Moderne LEDs besitzen ein sehr großes Energiesparpotenzial, da sie mittlerweile bis zu 50% des zugeführten Stroms in Licht umwandeln können. Dieser Wert liegt bei traditionellen Glühlampen nur bei etwa 4%. Somit bergen LEDS auch für weniger entwickelte Regionen der Erde das Potential und die Chance, die Lebensbedingungen von vielen Menschen ohne Zugang zu stabilen Stromnetzen zu verbessern.

Isamu Akasaki (geb. 1929) und Hiroshi Amano (geb. 1960) sind beide Professoren an der Universität Nagoya. Shuji Nakamura wurde 1954 in Japan geboren und ist mittlerweile in die USA ausgewandert, wo er an der University of California einen Lehrstuhl innehat. Sie erhalten den Nobelpreis 22 Jahre nach der Entwicklung der blauen LED. 

Der Physik-Nobelpreis ist mit 8 Mio. schwedischen Kronen (ca. 880.000 Euro) dotiert und wird am 10. Dezember diesen Jahres in Stockholm an die Preisträger verliehen.

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