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Fünfter German Innovation Award in Tokyo verliehen

  • 19.06.2013

Am 18. Juni wurden fünf japanische Wissenschaftler mit dem Gottfried Wagener Preis 2013, auch bekannt als German Innovation Award, ausgezeichnet. Der Preis wurde zum fünften Mal von zehn global agierenden deutschen Unternehmen vergeben, die in Japan forschen. Im Fokus steht anwendungsorientierte Wissenschaft in den Bereichen Umwelt und Energie, Gesundheit sowie Sicherheit. Für den Preis hatten sich 91 Wissenschaftler aus 39 japanischen Universitäten beworben. Die Preisgelder belaufen sich auf insgesamt 9 Millionen Yen, DAAD und DFG vergeben Stipendien für Forschungsaufenthalte in Deutschland.

Foto: DWIH Tokyo

Der erste Preis ging an Dr. Masateru Taniguchi (40) vom Institute of Scientific and Industrial Research der Universität Osaka. Taniguchi entwickelte eine Technik zur elektrischen Sequenzierung einzelner DNA-Moleküle mithilfe von Nanoporen und leistet so einen wichtigen Beitrag zur schnelleren und präziseren DNA-Analyse. Er erhielt ein Preisgeld in Höhe von 4 Millionen Yen.

Der zweite Preis ging an Dr. Teruo Ono (45) vom Institute for Chemical Research der Universität Kyoto. Seine Entwicklung von nichtflüchtigen Datenspeichern durch den Einsatz von Spin Dynamics verspricht zukünftige Datenträger, die signifikant weniger Strom verbrauchen als heute gängige Technologien. Der dritte Preis ging an Dr. Yusuke Ohba (43) von der Universität Hokkaido für seine neu entwickelte Methode zur exakten Bestimmung der Wirkung molekularer Pharmakotherapie bei chronischer myeloischer Leukämie; an Dr. Taro Hitosugi (41) von der Tohoku Universitität für die Entwicklung eines transparenten Titanoxid-Leiters und an Dr. Kenji Miyatake (44) von der Universität Yamanashi, der ionenleitfähige Polymere zur Anwendung in Brennstoffzellen entwickelte. Neben dem Preisgeld erhielten alle Gewinner ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für einen bis zu zweimonatigen Forschungsaufenthalt in Deutschland.

Zur Preisverleihung in der Residenz des Deutschen Botschafters in Toyko kamen rund 150 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien. In seinem Festvortrag ehrte der Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Ryoji Noyori die Wissenschaftler für ihre herausragenden Leistungen und betonte, wie wichtig die Förderung von Wissenschaft auch über Ländergrenzen hinweg sei. Der German Innovation Award, so Noyori, leiste dazu einen wichtigen Beitrag. Ichita Yamamoto, Staatsminister für Wissenschafts- und Technologiepolitik hob in seiner Gratulationsrede zudem die Bedeutung von „Open Innovation“ in der deutsch-japanischen Forschungszusammenarbeit hervor.

Der German Innovation Award wurde 2008 von technologiefokussierten deutschen Unternehmen mit Niederlassungen in Japan sowie der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan ins Leben gerufen. Er wird vom Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus Tokyo (DWIH Tokyo) koordiniert. Der Preis ist nach Gottfried Wagener benannt, einem deutschen Forscher und Mitbegründer des Tokyo Institute of Technology, der an der Reform des japanischen Bildungssystems in der Meiji-Zeit beteiligt war.

Der Gottfried Wagener Preis wird unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, vergeben.

 

Gewinner des Gottfried Wagener Preis 2013

 

Foto: DWIH Tokyo


1. Preis
Dr. Masateru Taniguchi
(40)
Professor, The Institute of Scientific and Industrial Research, Osaka University
Development of Single-Molecule Electrical Sequencing Technology

2. Preis
Dr. Teruo Ono
(45)
Professor, Institute for Chemical Research, Kyoto University
Development of Non-Volatile Memory Using Spin Dynamics

3. Preis
Dr. Yusuke Ohba
(43) Professor, Hokkaido University Graduate School of Medicine
FRET-Based Biosensors for Accurate Prediction of Responses to Molecular Target Drugs in Chronic Myeloid Leukemia
Dr. Taro Hitosugi (41)
Associate Professor, Advanced Institute for Materials Research, Tohoku University Development of Titanium Dioxide Transparent Conductors
Dr. Kenji Miyatake (44)
Professor, Clean Energy Research Center, University of Yamanashi
Development of Ion Conductive Polymers for Fuel Cell Applications

Jury
Vorsitzender:
Dr. Masuo Aizawa, Counselor to the President, Japan Science and Technology Agency (JST) and former President of Tokyo Institute of Technology
Ständige Mitglieder:
Dr. Akira Fujishima, President, Tokyo University of Science
Dr. Junichi Hamada, President, The University of Tokyo
Dr. Teruo Kishi, NIMS Advisor, Former President of National Institute for Materials Science
Dr. Hiroshi Matsumoto, President, Kyoto University

Partnerunternehmen
BASF Japan Ltd., Bayer, Bosch Corporation, Mercedes-Benz Japan Co., Ltd./ Mitsubishi Fuso Truck & Bus Corporation, Evonik Degussa Japan Co., Ltd., Henkel Japan Ltd., Merck Ltd., SCHOTT Nippon K.K., Siemens Japan K.K., TRUMPF Corporation

Organisation
Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus Tokyo (DWIH Tokyo)

Partnerorganisationen
Deutsche Forschungsgemeinschaft - DFG, Deutscher Akademischer Austauschdienst - DAAD 

Unterstützung
Auswärtiges Amt, Fraunhofer-Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V., Bundesministerium für Bildung und Forschung, Japan Science and Technology Agency, Japan Society for the Promotion of Science

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Pressemitteilung

 

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