Inhalt - Forschung und Innovation in Japan

Forschung und Innovation in Japan

Japan kommt als einer der führenden Wirtschaftsmächte auch wegen seines hohen Innovationspotentials eine international herausragende strategische Position zu. Rekordzahlen bei Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie bei Patentanmeldungen und bahnbrechende Neuheiten aus den Bereichen Automobil-, Informations- und Kommunikationstechnologie, Robotik und der Gesundheitsbranche belegen dies eindrucksvoll. Gleichzeitig steht Japan vor großen Herausforderungen: Eine hoch entwickelte Industrienation mit schrumpfender und überalterter Bevölkerung, drängendem Reformbedarf, Rohstoffarmut und steigendem Wettbewerb mit Wachstumsstandorten aufstrebender Volkswirtschaften in direkter Nachbarschaft. Ein Land also, über dessen Zukunft ebenso wie in Deutschland vor allem Innovationskraft und Innovationsfähigkeit entscheiden.

Als Motor für wirtschaftliche Entwicklung rückt die Bedeutung von Wissenschaft und Technologie immer deutlicher in den Vordergrund. Daher sieht es die japanische Regierung als erforderlich an, technologische Innovationen durch eine Vielfalt von Grundlagenforschung und anwendungsorientierten Projekten stärker zu fördern. Mehr Risikokapital, vielfältige interdisziplinäre Ansätze, besseres Wissensmanagement sowie Austausch, Kooperation und Standardisierung im internationalen Rahmen sind wichtige Bestandteile verschiedener Programme und Strategien.

Japans Regierung und Unternehmen kanalisieren seit Jahren gezielt hohe Summen in Forschungs- und Innovationsaktivitäten. Im 4. Basisplan zur Förderung von Wissenschaft und Technologie (2011-2015) werden Schwerpunkte im Bereich gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen wie dem Wiederaufbau nach der Dreifachkatastrophe im März 2011 (Recovery and Reconstruction from the Great East Japan Earthquake), der Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energien und Umwelttechnologien (Promotion of Green Innovation) und der Förderung von Innovationen im Gesundheitsbereich (Promotion of Life Innovation). Der Fokus liegt dabei auf der praktischen Umsetzbarkeit und der kommerziellen Verwertbarkeit neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Aufwendungen für FuE in Japan waren mit 17,3 Billionen Yen und einem Anteil am BIP von 3,67% im Fiskaljahr 2012 überdurchschnittlich hoch und auch in Zukunft ist mit einer Verminderung nicht zu rechnen.

 

White Paper on Science and Technology 2013, Ministry of Education, Sports, Culture, Science and Technology

 

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